Mittwoch, 6. Mai 2009

Station 2

Buenas noches,
so, am Montag morgen sind wir dann ganz freuh aus dem gemuetlichen Heim von Karin und Eva in Arequipa aufgebrochen und Richtung Puno gefahren.
Die Fahrt war schon recht abenteuerlich, aber wir sind heil angekommen.
Wenn man nach Puno reinkommt hat man gleich einen tollen Blick ueber die Stadt und Puno-Bay. Man sieht also auch schon den hoechsten, groessten, schiffbaren See der Welt. Ich war allerdings erstmal enttaeuscht. Der See war mit Entengruetze ueberzogen und sah nicht halb so toll aus wie man ihn von Fotos her kennt....naja der Eindruck sollte sich noch aendern.
Zuersteinmal haben wir unsere Tour nach Sillustani gebucht, die auch gleich zwei Stunden spaeter losging. Wir hatten gerade noch genug Zeit uns ein Hostal zu suchen und etwas zu essen zu kaufen, was wir dann im Bus unter neugierigen und verwunderten Blicken halb mit den Haenden zu uns genommen haben. ;)
Sillustani ist eine alte Grabstaette ganz in der Naehe von Puno, auf einem Berg umgeben von einem grossen See, gelegen.
Die Aussicht ist wunderschoen und man sieht ueberall grosse und kleine, runde Tuerme stehen, in denen frueher die Inka ihre Oberhaeupter und andere wichtige Persoenlichkeiten ihrer Doerfer begraben haben.
Die Tuerme sind bis zu 12 m hoch und die Bauweise ist sehr beeindruckend.
Auf dem Rueckweg sind wir an traditionellen Bauernhaeusern vorbeigekommen und haben auch eins besichtigt. Alle halten hier Lamas und Alpakas und die Haeuser sehen aus wie aus dem 15. Jahrhundert.

Am naechsten Morgen ging es dann wieder mal ganz frueh los und zwar zur Zweitagestour auf den Lago Titicaca.
Als wir dann mit dem Boot rausfuhren konnte man schon die groesse des Sees erkennen und es sah wirklich aus wie das Meer. Es war genauso blau und unendlich, nur die Wellen haben gefehlt.
Zuerst haben wir bei den "islas flotantes" Halt gemacht, die von Menschenhand gebaut sind und aus Schilf bestehen. Es gibt drei Stueck und die Menschen leben dort in ihren Schilfhausern und tragen auch immer ihre traditionellen Trachten.
Wir sind dann sogar mit so einem Schilfboot zu einer der andern Inseln uebergesetzt. Das war schon was ganz anderes.
Weiter ging es dann auf die Insel Amantaní.
Dort sind wir einer Familie zugeteilt worden, bei der wir die Nacht ueber geschlafen haebn und auch mit denen gegessen haben.
Mona und ich wurden von einem 16-jaehrigen total niedlichen, aber viel erwachsen wirkenderen Maedchen betreut.
Wir sind dann mit allen anderen Touris auf die Spitze des Berges zu einem Tempel gewandert. Das war ganz schoen anstrengend, vorallem weil der 5000 m ueber Null liegt und die Hoehe einem schon ganz gut zu schaffen macht.
Von dort oben hatte man einen wundervollen Ausblick ueber den See, bis hin zur bolivianischen Seite und wir haben einen ganz tollen Sonnenuntergang gesehn.
Nach dem total leckeren Abendessen wurden wir dann in die traditionellen Trachten gekleidet und dann wurde getanzt zu traditioneller Livemusik.
Das hat echt Spass gemacht. ;)
Am naechten Morgen mussten wir uns leider schon wieder ganz frueh verabschieden und unsere "Gastschwester" Jovita hat sich ganz doll ueber unser Dankeslied gefreut was wir ihr gesungen haben (wir hatten leider nichts anderes was wir ihr haetten geben koennen)
Nachts haben wir dann ein Naturphaenomen beobachtet, was ich noch nie zuvor gesehen hatte.
Es war fast Vollmond und der Himmel war fast sternenklar. Um den Mond war in einem perfekten Kreis alles tiefschwarz und klar, dann wurde ein heller Kreis sichtbar und am restlichen Himmel waren leichte Wolken zu sehen. Es sah aus als wuerde irgendeine Kraft die Wolken ausserhalb des Kreises lassen. Ich kann das ganz schwer erklaeren, aber das hat uns alle total fasziniert.
Von der Insel Amantaní ging es dann weiter zur Insel Taquile, bei wunderschoenen blauen Himmel und Sonne.
Dort angekommen war ich im Paradies! Die Insel ist so wunderschoen, das ich ueberhaupt keine Worte dafuer finden kann.
Alles ist gruen, ueberall kleine Lehmhaeuschen und Steinwege und vorallem wirkt es alles total friedlich wie auf Amantaní auch.
Dort haben wir uns eine Fotoausstellung angesehn und deren Handwerksmarkt und nach dem Mittagessen ging es dann leider auch schon wieder zurueck nach Puno.

Wieder in Puno angekommen mussten wir uns erstmal um unsere Weiterfahr nach Cusco morgen kuemmern und konnten sogar einen echt guenstigen Preis fuer den Inka-Express rausschlagen der auf der Strecke noch an sechs verschiedenen Inkastaetten Halt macht.
Puno ist uebrigens gar nicht so haesslich wie alle immer sagen. Ich finde es ehrlich gesagt ganz schoen. Viele kleien Gaesschen, viele vorallem auch junge Leute neben traditionellen Alten und einfach das pure Leben.

Mit der Hoehenkrankheit sind wir jetzt zum Glueck beide durch, nachdem wir nacheinanderer zwei Abende mit den typischen Erscheinungen zu kaempfen hatten und flach lagen.
Jetzt ist es echt angenehm durch die Strassen zu laufen und nicht von schrecklich-starken Kopfschmerzen tyranisiert zu werden.
Das macht auch Mut fuer Cusco, was ja noch ein wenig niedriger liegt als Puno.

Auf unserer Inseltour haben wir auch ein deutsches Ehepaar kennengelernt und ihre Erzaehlungen und Fotos vom Machu Picchu haben unsere Vorfreude nur noch geschuert und wir koennen es schon gar nicht mehr abwarten! ;)

Hasta pronto!

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