Mittwoch, 9. September 2009

Marcahuasi

Hola!

Letztes Wochenende bin ich mit nem peruansichen Freund nach Marcahuasi gefahren, einem Steinwald etwa fuenf Stunden von Lima entfehrnt.
Zuerst ging es fuer uns in den Luftkuhrort Chosica, zwei Stunden von hier.
Dort fahren viele limeñer an ihren Wochenenden hin um zur Abwechslung aml suabere Luft zu atmen, die Sonne und das gruen zu geniessen. Chosica hat naemlich schon das Klima der Sierra.

Von dort ging es dann mit dem Bus weiter ins kleine Bergdoefchen San Pedro de Casta, was aus 200 Haeusern besteht und direkt am Abhang gebaut ist.
Eignetlich fahren die letzten Busse von Chosica um 3 Uhr nachmittags, weil die Strecke recht eng und gefaehrlich ist und es kein Licht gibt.
Als wir jedoch um 3 Uhr dort ankamen, war der Bus schon weg. Sehr untypisch fuer Peruaner. Ich war echt ein bisshen geschockt!
Jedenfalls hatten wir Glueck und eine Stunde spaeter fuhr nochmal ein Bus ab.

Das Dorf San Pedro de Casta ist total niedlich, ueberall gibts Esel die in den Strassen rumlaufen und alle Leute sind total nett und freundlich.
Abends haben wir dann die Sterne und den Vollmond bestaunt und am naechsten Morgen ging es fuer uns um 6 Uhr frueh rauf nach Marcahuasi.
Der Weg war super steil und total anstrengend. Ich dachte zwischendurch ernsthaft ich wurde es nicht schaffen und war kurz vorm Aufgeben.
Da bleibt einem wortwoertlich die Luft weg, wenn man von 0 auf 4000 meter kommt.
Wir haben an diesem Tag locker einen Kilometer an Hoehe ueberwunden.
Als wir jedoch nach nur zwei Stunden Aufstieg oben ankamen und uns ein wenig ausgeruht hatten, konnten wir dann auch die einfach atemberaubenede Landschaft geniessen.
Hohe Steinwaende, Kakteen, sattes gruen, alte verfallende Haeuser, exotische Tiere und viele Gesichter die einen aus den Steinen heraus anstarrten.

Nach einigen wenigen Stunden mussten wir leider schon wieder hinuntersteigen, damit wir den letzten Bus um 2 Uhr nachmittags nach Chosica nehmen konnten.

Am Abend war ich tot und fuer nichts mehr zu gebrauchen, hatte einen ordentlichen Sonnenbrand, aber es hat sich gelohnt! =)

Liebste Gruesse
und bis bald!

Dienstag, 1. September 2009

La Paz

Hallo mal wieder,

vom 21.08 - 29.08 habe ich meine letzten Ferien in der Hauptstadt Boliviens verbracht.
Nachdem ich die ueber 30 Stunden im Bus und die langwierigen Kontrollen an der Grenze hinter mir hatte habe ich mich echt gefreut, dass mich meine Freundin vom Terminal abgeholt hat und dazu noch die Sonne schien!
Eigentlich sollte ich bei Freunden von ihr unterkommen, aber im Endeffekt bin ich dann doch in ein Hostal gegangen was direkt im alten Zentrum, den Artesaniamaerkten und verwinkelten Gassen gelegen war.

Bevor es fuer mich dann fuer einen Tag in die 12 Stunden enfernte Salzwueste ging, haben wir uns noch ein Fussballspiel im Stadion angesehen und waren im Hard Rock Cafe feiern.

Auf dem Weg nach Uyuni habe ich unerwartet Freunde aus Lima wiedergetroffen, die gerade auf Reisen sind. Wir sind zusammen nach Uyuni gefahren und haben nachts den im Sand steckengebliebenden Bus angeschoben und waeren dabei fast erfroren. Dafuer hatten wir den schoensten Sternenhimmel und wir waeren wenigstens an einem schoenen Ort gestorben, wie Paulo meinte. ;)

In Uyuni ging es dann mit der tyisch peruanischen Verspaetung los zum Zugfriedhof und dann weiter in die Salzwueste, die eher aussieht wie ein riesiger zugefrohrener See.
Unser letztes Ziel war die "Isla del pescado", auf der merkwuerdigerweise, trotz der Kaelte, jede Menge Kakteen wachsen.
Das war schon beeindruckend und auch wunderschoen und ich musste danach feststellen, dass ich mir durch die Sonne doch einen Sonnenbrand zugezogen hatte.

Wieder zurueck in La Paz wurde dann ordentlich eingekauft, weil viele der Artesanias viel guenstiger sind als in Lima.
Ausserdem konnte ich es mir natuerlich nicht entgehenlassen noch in die "Valle de la luna" zu fahren, einem Naturschutzgebiet im Sueden der Stadt. Dort ist es gleich 10 Grad waermer, weil man auch fast 1000 meter niedriger ist und die Steine wurden mit der Zeit durch Erosionen so verformt, dass es fast aussieht wie ein Steinwald.
Abends ging es dann hoch zum Mirador um nocheinmal die ganze Stadt zu ueberblicken.

Die Rueckfahrt war sehr abenteuerlich, weil ich beschlossen hatte nicht wie auf der Hinfahrt mit einem Direktbus fuer 70 Dollar zu fahren sondern lieber mit 3 einzelnen Bussen und dann im Endeffekt mit 60 Soles davonzukommen.
Bis zur Grenze klappte alles wunderbar, doch dort fingen dann die Probleme an. Ich hatte keine bolivianischen Stempel bei der Einreise gekriegt, musste also bei der Ausreise zahlen. Auf der peruanischen Seite gab es leider keinen Geldautomaten, so dass ich mein ganzes restliches Geld umtauschen musste und gucken musste, dass ich mit diesen 63 Soles einen Bus und etwas zu essen fuer die naechsten Tage kaufe.
Mit dem Bus hat es zum Gleuck geklappt, ich musste dann halt ein wenig fasten...
Immerhin bin ich dann schlussendlich heil in Lima angekommen, wenn auch mit reichlicher Verspaetung.

Das waren nun also meine letzten offiziellen Ferien hier, was mich jedoch nicht davon abhaelt ueber die Wochenenden nochmal wegzufahren. Immerhin bleiben mir ja noch 3 Wochen ;)

Chau chau