Mittwoch, 21. Oktober 2009

adiós amigos

Ja, so schnell geht das...
Jetzt bin ich schon wieder einen Monat in Deutschland und kann es alles noch gar nicht richtig fassen.
Ich hänge zwar nicht mehr so ganz in der Luft wie in den ersten Tagen, aber so wirklich richtig angekommen bin ich wohl auch noch nicht. Mit meinem Herzen bin ich irgendwo zwischen Peru und Deutschland hängen geblieben und es weiss noch nicht so richtig wo es nun genau hin gehört.
Ich lebe mich langsam wieder ein und gewöhne mich wieder ganz neu an die deutschen Eigenheiten und Regeln.

Meine letzten Wochen in Peru habe ich noch voll ausgenutzt und bin sogar das vorletzte Wochenende noch nach Huancayo gefahren und habe dort Hauke besucht, der dort nun sein soziales Jahr verbringen wird, so wie ich es in Lima getan habe.
Wir hben uns seine Arbeit in einem Kinderdorf angesehen, haben mit der Klampfe der alten Tage in Deutschland gedacht und sind sogar auf einen Gletscher auf 5200 Metern Höhe raufgeklettert.
Das war sehr abenteuerlich und obwohl ich durch Marcahuasi ja schon ein wenig drauf vorbereitet war, war es doch um einiges schwieriger zu bewältigen. Der Ausblick, die Lagunen und der Schnee waren es aber auf jeden Fall wert!

Meine Freunde und Mitbewohner, sogar auch meine Chefin und die Kinder, haebn mir einen unvergesslichen Abschied geschenkt, was es mir natürlich noch schwerer machte zu gehen.

Es fällt mir immer noch schwer zu glauben, dass ich dieses Jahr wirklich erlebt habe und bis ich wirklich eine objektive Bilanz ziehen kannwird es wohl auch noch so seine Zeit dauern. Das einzige was ich ganz sicher sagen kann ist, dass dieses Jahr eines der wichtigsten und erfahrungsreichsten und schönsten Jahre meines Lebens war und ich das alles nie vergessen werde was ich dort erlebt habe!

Danke an alle die mich während dem Jahr begleitet und unterstützt haben!
Ich wünsche euch allen eine schöne Reise durchs Leben egal wohin es euch verschlagen wird und zum Glück gibt e ja die neue Technik die Enfehrnungen gar nicht so lang erscheinen lassen. ;)

Liebe Grüße
la Celia

Mittwoch, 9. September 2009

Marcahuasi

Hola!

Letztes Wochenende bin ich mit nem peruansichen Freund nach Marcahuasi gefahren, einem Steinwald etwa fuenf Stunden von Lima entfehrnt.
Zuerst ging es fuer uns in den Luftkuhrort Chosica, zwei Stunden von hier.
Dort fahren viele limeñer an ihren Wochenenden hin um zur Abwechslung aml suabere Luft zu atmen, die Sonne und das gruen zu geniessen. Chosica hat naemlich schon das Klima der Sierra.

Von dort ging es dann mit dem Bus weiter ins kleine Bergdoefchen San Pedro de Casta, was aus 200 Haeusern besteht und direkt am Abhang gebaut ist.
Eignetlich fahren die letzten Busse von Chosica um 3 Uhr nachmittags, weil die Strecke recht eng und gefaehrlich ist und es kein Licht gibt.
Als wir jedoch um 3 Uhr dort ankamen, war der Bus schon weg. Sehr untypisch fuer Peruaner. Ich war echt ein bisshen geschockt!
Jedenfalls hatten wir Glueck und eine Stunde spaeter fuhr nochmal ein Bus ab.

Das Dorf San Pedro de Casta ist total niedlich, ueberall gibts Esel die in den Strassen rumlaufen und alle Leute sind total nett und freundlich.
Abends haben wir dann die Sterne und den Vollmond bestaunt und am naechsten Morgen ging es fuer uns um 6 Uhr frueh rauf nach Marcahuasi.
Der Weg war super steil und total anstrengend. Ich dachte zwischendurch ernsthaft ich wurde es nicht schaffen und war kurz vorm Aufgeben.
Da bleibt einem wortwoertlich die Luft weg, wenn man von 0 auf 4000 meter kommt.
Wir haben an diesem Tag locker einen Kilometer an Hoehe ueberwunden.
Als wir jedoch nach nur zwei Stunden Aufstieg oben ankamen und uns ein wenig ausgeruht hatten, konnten wir dann auch die einfach atemberaubenede Landschaft geniessen.
Hohe Steinwaende, Kakteen, sattes gruen, alte verfallende Haeuser, exotische Tiere und viele Gesichter die einen aus den Steinen heraus anstarrten.

Nach einigen wenigen Stunden mussten wir leider schon wieder hinuntersteigen, damit wir den letzten Bus um 2 Uhr nachmittags nach Chosica nehmen konnten.

Am Abend war ich tot und fuer nichts mehr zu gebrauchen, hatte einen ordentlichen Sonnenbrand, aber es hat sich gelohnt! =)

Liebste Gruesse
und bis bald!

Dienstag, 1. September 2009

La Paz

Hallo mal wieder,

vom 21.08 - 29.08 habe ich meine letzten Ferien in der Hauptstadt Boliviens verbracht.
Nachdem ich die ueber 30 Stunden im Bus und die langwierigen Kontrollen an der Grenze hinter mir hatte habe ich mich echt gefreut, dass mich meine Freundin vom Terminal abgeholt hat und dazu noch die Sonne schien!
Eigentlich sollte ich bei Freunden von ihr unterkommen, aber im Endeffekt bin ich dann doch in ein Hostal gegangen was direkt im alten Zentrum, den Artesaniamaerkten und verwinkelten Gassen gelegen war.

Bevor es fuer mich dann fuer einen Tag in die 12 Stunden enfernte Salzwueste ging, haben wir uns noch ein Fussballspiel im Stadion angesehen und waren im Hard Rock Cafe feiern.

Auf dem Weg nach Uyuni habe ich unerwartet Freunde aus Lima wiedergetroffen, die gerade auf Reisen sind. Wir sind zusammen nach Uyuni gefahren und haben nachts den im Sand steckengebliebenden Bus angeschoben und waeren dabei fast erfroren. Dafuer hatten wir den schoensten Sternenhimmel und wir waeren wenigstens an einem schoenen Ort gestorben, wie Paulo meinte. ;)

In Uyuni ging es dann mit der tyisch peruanischen Verspaetung los zum Zugfriedhof und dann weiter in die Salzwueste, die eher aussieht wie ein riesiger zugefrohrener See.
Unser letztes Ziel war die "Isla del pescado", auf der merkwuerdigerweise, trotz der Kaelte, jede Menge Kakteen wachsen.
Das war schon beeindruckend und auch wunderschoen und ich musste danach feststellen, dass ich mir durch die Sonne doch einen Sonnenbrand zugezogen hatte.

Wieder zurueck in La Paz wurde dann ordentlich eingekauft, weil viele der Artesanias viel guenstiger sind als in Lima.
Ausserdem konnte ich es mir natuerlich nicht entgehenlassen noch in die "Valle de la luna" zu fahren, einem Naturschutzgebiet im Sueden der Stadt. Dort ist es gleich 10 Grad waermer, weil man auch fast 1000 meter niedriger ist und die Steine wurden mit der Zeit durch Erosionen so verformt, dass es fast aussieht wie ein Steinwald.
Abends ging es dann hoch zum Mirador um nocheinmal die ganze Stadt zu ueberblicken.

Die Rueckfahrt war sehr abenteuerlich, weil ich beschlossen hatte nicht wie auf der Hinfahrt mit einem Direktbus fuer 70 Dollar zu fahren sondern lieber mit 3 einzelnen Bussen und dann im Endeffekt mit 60 Soles davonzukommen.
Bis zur Grenze klappte alles wunderbar, doch dort fingen dann die Probleme an. Ich hatte keine bolivianischen Stempel bei der Einreise gekriegt, musste also bei der Ausreise zahlen. Auf der peruanischen Seite gab es leider keinen Geldautomaten, so dass ich mein ganzes restliches Geld umtauschen musste und gucken musste, dass ich mit diesen 63 Soles einen Bus und etwas zu essen fuer die naechsten Tage kaufe.
Mit dem Bus hat es zum Gleuck geklappt, ich musste dann halt ein wenig fasten...
Immerhin bin ich dann schlussendlich heil in Lima angekommen, wenn auch mit reichlicher Verspaetung.

Das waren nun also meine letzten offiziellen Ferien hier, was mich jedoch nicht davon abhaelt ueber die Wochenenden nochmal wegzufahren. Immerhin bleiben mir ja noch 3 Wochen ;)

Chau chau

Freitag, 17. Juli 2009

Arbeitsverbot

Ja, jetzt ist es also soweit.
Wir muessen unsere Biblioteken fuer 15 Tage schliessen. 
Die Ministerien fuer Educacion und Gesundheit haben die Ferien vorverlegt und alle Schueln werden jetzt schon geschlossen, um eine weitere Ausbreitung der Schweinegrippe unter den Kindern zu vermeiden, weil diese besonders gefaehrdet sind.
Es gibt sogar ein Gesetzt und dieses besagt, dass alle edukativen Institutionen geschlossen werden muessen fuer 15 Tage. Das schliesst uns also auch mit ein und da wir ja in der Comunidad auch nicht nur Freunde haben, koennen wir das Risiko auch nicht eingehen, weil wir angezeigt werden koennten und dann mit betraechtlichen Strafen zu rechnen haetten.
Das heisst also, dasss wir die naechsten zwei Wochen nur im Buero arbeiten werden und nicht mehr zu den Kindern rausfahren.
Ich bin gespannt, ob das ueberhaupt etwas bringt, aber im Endeffekt wird so das Risiko fuer die Kinder aber auch uns geringer gehalten.
Es wurde sogar schon spekuliert, dass vielleicht alle Kinos und Diskoteken geschlossen werden, Konzerte abgesagt werden (wie es in Bloivien schon der Fall war) und alle nur noch mit Masken auf die Strassen gehen duerfen.
Man kann gespannt sein, wie sich das weiter entwickelt!
Mittlerweile haben wir jedenfalls die 2000er Marke an offiziell Infizierten ueberschritten und haben auch schon 17 Tote...

Salud!


Dienstag, 14. Juli 2009

el clásico!

Am Sonntag bin ich mit Ulrich, Niklas und noch sechs peruanischen Freunden zum "clásico" gegangen. Also ins Stadion zum Fussball und zwar zu dem Topspiel, Allianza Lima gegen La U, einem weitern Club aus Lima.
Natuerlich ist so ein Spiel immer gerne mit vielen Krawallen verbunden und wir mussten ewig in der Schlange stehen.
Die Polizei hat alles organisiert und wenn das der Fall ist, versinkt allem im Chaos.
Sie haben alle Personen durch einen einizigen Eingang geschleust und dementsprechend gab es eine endlose schlange, viele genervte Peruaner und viele Pruegeleien und Draenglereien umnoch rechtzeit zum Anpfiff ins Stadion zu kommen.
Wir haben uns spaeter auch weiter vorne mit in den Schlangenkneuel reingezwaengt und wurden dabei fast zerquetscht. Mir tut immer noch die eine Seite weh...
Das schlimmste waren jedoch die berittenen Polizisten mit ihren Schlagstoecken und Peitschen, die auf ale iengeschlagen haben, die sich vorgedraengelt haben. Unsere Reihe wurde irgendwann auch dezimiert, wobei sie Daniel, einem peruanischen Freund mit der Peitsche ins Gesicht geschlagen haben bis er blutete. Niklas wurde rausgedraengelt und von den Pferden weggejagt.
In der Schlage hben sie uns dreien auch unsere Handys geklaut. Ich habs am Anfang noch gemerkt, konnte mich aber nicht einen Milimeter rueheren um mein Handy zu verteidigen.
Leider haben sie auch noch eine Kamera geklaut und vorallem unsere Eintrittskarten. Als wir also durch die erste Hoelle durch waren, kam die zweite Schlange. (Wir hatten mittlerweile neue Eintrittskarten besorgt)
Die Polizei hat mir zwischendruch echt Angst gemacht. Es war richig aufgeheizte Demostimmung und dass nur um ins Stadion reinzukommen.
Ich hatte bei einigen Polizisten sogar das Gefuehl es wuerde ihnen Spass machen, auf die Leute einzuschlagen. Die ganzen anderen Peruaner in der Schlange haben dann ab einem gewissen Punkt angefangen die pruegelnden Polizisten zu beschimpfen und sich alle gegen die zu stellen, was aber auch teilweise gefaehrlich war. Andere Polizisten hingegen haben einfach seelenruihg zugesehn, wie sich andere Leute vorgedraengelt haben.
Ich weiss jetzt auf jeden Fall, warum der Polizei hier nicht vertraut wird und warum sie eher gehasst wird. Soetwas habe ich echt noch nie gesehen! Einfach unglaublich. Ich war wirklih geschockt!

Dann gings ploetzlich alles ganz schnell und wir waren drinnen.
Vorher hatten die mir aber noch meine schoenen Gloeckchenohrringe abgenommen, aber wahrscheinlich nur aus Selbstschutz.
Ein anderes Maedel hat mich dann gefragt wo den mein Freund waere und war ganz erleichtert, als sie gesehen hat, dass ich mit 9 Maennern unterwegs war. Total niedlich =)

Das Speil war sehr peruanisch, also schlecht. Vorallem weil Allianza gleich zu Anfang ein Tor geschossen hatte. Die Stimmung war aber trotzdem einfach gigantisch und unfassbar. Soetwas habe ich echt noch nie gesehn. Soviel passion haben noch nichteinmal die St. Pauli Fans!
In der zweiten Halbzeit wurde es dann zum Glueck besser und als die zwei Tore fuer La U fielen, gab es einfach kein Halten mehr!

All der Stress und Aerger um ueberhaupt ersteinmal ins Stadion reinzukommen haben sich auf jeden Fall gelohnt und ich wuerde es wieder machen. Es war total verrueckt alles und ich habe vieles gelernt und es war auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis!!

"vamos, crema, vamos" =)

Samstag, 11. Juli 2009

gripe porcina

Hola!

In Peru gibt es mittlerweile schon mehr als 1500 Faelle der Schweinegrippe und einen Toten.
Zuerst hiess es von Seiten meiner Chefin noch, dass wir ab 50 Faellen nicht mehr arbeiten koennten und nicht mehr das Haus verlassen duerften und nun wird noch nicht mal mehr gross drueber gesprochen. Tja, dass ist schon alles ein bisschen absurd...
Nach meiner USA-Reise musste ich mich dann natuerlich doch testen lassen, obwohl ich mich total gut gefuehlt habe. Meine Aerztin hat mich auch komisch angeguckt, als ich sie gebeten habe mich auf die Schweinegrippe zu testen.
Im Endeffekt kam natuerlich auch heraus, dass ich total gesund bin. Jetzt habe ichs auch schwarz auf weiss, fuer "nur" 100 Euro. juhu! *hust*
Das wichtige ist jedoch, dass ich jetzt wieder arbeiten darf und nicht die ganzen 15 Tage suspendiert war und somit bleiben mir hoffentlich auch noch ein paar meiner Ferientage!

Heute bin ich das erste Mal wieder nach Santa Cruz gefahren und es hat sich einiges in den zwei Wochen getan.
Normaerweise sind die kleinen Kombis immer mit Vollspeed ueber die Sandpisten geheizt, aber jetzt gibt es bis nach Santa Cruz rein eine asphaltierte Strasse. Ich haette echt nicht gedacht, dass ich das noch mal erleben werde! Ich war echt baff!

Hasta pronto
Celia

Samstag, 4. Juli 2009

día del amigo

Hola amigos!

Heute wird in Peru der Tag des Freundes und der Freundschaft gefeiert.
Ich wuerde euch ja alle am liebsten hierherbeamen, damit ich diesen Tag auch mit euch feiern kann.
Heute nacht sind alle auf den Strassen und in den Clubs und es ist eine riesen Party in der ganzen Stadt. Das wird bestimmt sehr amuesant! ;)
Ich hoffe ihr habt auch alle einen schoenen Tag und verbringt ihn mit euren Freunden, auch wenn bei euch vielleicht grad kein offizieller Freundestag ist!

los quiero mucho amigos!