So jetzt nach einer Woche "richtiger" Arbeit kann ich euch noch ein paar Eindruecke mehr schildern.
Die Kinder sind wirklich alle sehr aufgeschlossen, lieb und anhaenglich, aber es sind halt auch Kinder und dementsprechend oft auch anstrengend...
In Santa Cruz, der Bibliothek, die es schon am laengsten gibt, naemlich 7 Jahre, sind die Kinder besonders herzlich und anhaenglich, aber die sind das ja auch schon gewohnt, dass staendig neue "profesores y profesoras" aus der ganzen Welt kommen um mit ihnen zu spielen, Geschichten zu schreiben, zu tanzen und zu lesen und ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen.
In Juan Pablo II, auf der anderen Seite der Stadt, sind es noch recht wenig Kinder, weswegen wir jetzt auch sone Art Werbungsaktion starten, damit die Kinder ueberhaupt wissen, dass es sowas wie eine Bibliothek gibt und das sie dort hingehen koennen.
Die Bibliothek ist halt noch sehr neu. Sie wurde erst diesen Juni oder Juli eroeffnet.
Im Moment bestehen unsere Aufgaben noch im Zugucken, den anderen profesores/as zu helfen und sie zu unterstuetzen. Viel machen wir halt noch nicht und koennen wir auch noch nicht.
In der naechsten Zeit wird uns erstmal die Philosophie von "La Semilla" eingetrichtert, damit wir wissen wie wir nachher zu arbeiten haben.
Momentan ist halt alles noch im Anfangsstadium, aber trotzdem sind wir oft den ganzen Tag unterwegs, weil wir immer 2 stunden hin und auch wieder zureck in den beruehmt, beruechtigeten "carros" fahren. Das ist schon anstrengend! Wir haben mehr Fahrtzeit als Arbeitszeit, weil die Einheiten im "campo" immer nur 3 Stunden gehen, wir aber insgesamt 4 Stunden unterwegs sind.
Die campos befinden sich in den "Bergen" von Lima und die bestehen nur aus "tierra". Ueberall fliegt feiner Sand rum und wenn man die Bibliothek am Anfang sauber gemacht und vom Staub und Sand befreit hat, sieht sie eine Stunde spaeter schon wieder so aus wie vorher.
Das geht natuerlich auch auf den Hals, genauso wie der Zug in den carros. Abends bin ich oft n bisschen heiser, aber wenigstens hab ich keine Halsschmerzen.
Allerdings moegen meine Haare den Sand und das Klima im campo ueberhaupt nicht!
Was mir noch aufgefallen ist, ist dass man die meisten Menschen, bis auf die Kinder, nicht ausmachen kann, die im campo wohnen, wenn man sie im Zentrum von Lima treffen wuerde. Ich weiss nicht wie sies machen ohne Wasser, aber die Kleidung ist immer tiptop suaber und gebuegelt. Das muss man ihnen lassen.
Das ist sehr erstaunlich, gernade nachdem wir neulich ein "Haus" von innen gesehn haben und das wirklich sehr erschreckend war.
Es war wirklich wie man das aus den Armenvierteln aus den Dokumentarfilmen kennt!
Den Rest der Zeit, wo wir nicht im campo mit den Kindern arbeiten, sind wir im Buero und tippen Geschichten der Kleinen ab, was echt eine Herausforderung darstellt, da man die Schrift meistens nicht lesen kann und dann noch die Woerter erraten muss, die sie vielleicht meinen koennten und ihre schlechte Rechtschreibung hilft dabei natuerlich recht wenig.
Wenn wir uns dann gerade nicht durch die Geschichten quaelen, was uebrigens gut zum Lernen ist, basteln wir Buecher fuer die Geschichten, weil die Kinder gerne lesen, was sie selber geschrieben haben.
Ansonsten scheint im campo immer die Sonne und das Klima ist um einiges schoener als in San Miguel und Lima direkt am Meer.
Ist im warsten Sinne des Wortes immer ein Lichtblick, wenn wir dorthin zum arbeiten rausfahren. ;)
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1 Kommentar:
4 stunden fahrt pro tag ist ja echt der hammer...
du wirst bestimmt auch noch mehr peruaner kennenlernen! bist ja erst ca einen monat da. aber lern blos keinen kennen, für den du am ende noch da bleiben willst!!! ;)
knutscha von mona
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